Freitag, 29. August 2014

Wochenend-Update KW35


Die letzten zwei Wochen waren zunächst von einer deutlichen Gegenbewegung auf die starken Verluste von Anfang August gekennzeichnet. Mit der erwarteten Erholung im DAX haben sich auch die meisten Nebenwerte wieder deutlich nach oben gearbeitet, glücklicherweise auch die Schwergewichte meines Wikifolios. Allerdings standen in den letzten Tagen neben den neuen betrüblichen Nachrichten aus der Ukraine auch die Halbjahreszahlen einiger Depotwerte im Mittelpunkt, die teilweise negativ aufgenommen wurden. Während die leicht negative Kursreaktion auf die Zahlen von IVU Traffic nicht nachvollziehbar ist und daher auch von mir genutzt wurden, um die Position weiter aufzustocken, hat Francotyp-Postalia zumindest beim Umsatz im 2.Quartal etwas enttäuscht. Dennoch erscheint mir die Kursreaktion übertrieben. Mehr dazu werde ich in den kommenden Tagen bei der Einzelwerteanalyse darstellen. Die Unterstützungszone zwischen 3,85 und 4,00 € sollte in jedem Fall halten. Neben Francotyp werden auch IVU und Softing genauer unter die Lupe genommen. 

Ein weiteres Thema war die umfangreiche Kapitalerhöhung beim BVB inklusive Bezugsrechte. Hier wird natürlich viel darüber gestritten, ob die starke Verwässerung durch die finanziellen Vorteile für den Verein mindestens ausgeglichen wird. Meiner Meinung nach hat sich der BVB neben der Ertragsstärke nun auch bilanziell so schlagkräftig aufgestellt, um sich endgültig in der nationalen Spitze festzusetzen und damit die wichtigen Gelder aus den Einkünften der Champions League zu sichern. Diese Sicherheit wiegt vor allem auch psychologisch mehr als die Verwässerung zukünftiger Gewinne. Zudem sollte der Zeichnungskurs für die drei neuen Großaktionäre Evonik, Signal Iduna und Puma von 4,66 € den Kurs zusätzlich absichern. Dennoch erwarte ich nun einige Wochen Seitwärtsbewegung zwischen 4,6 und 5,2 € und werde deshalb mit einem Teil der Position ab und zu zwischen diesem Bereich traden. Eine Langfristposition von 7-9% des Wikifolios wird aber immer als Kerninvestition erhalten bleiben, da der BVB konjunkturunabhängig ist, diverse Umsatzsegmente sicher steigen werden (Merchandising, Catering, Sponsoring, Teile der medialen Verwertungskette) und damit denkbare Kostensteigerungen im Kader überkompensieren dürften. Mit einer konstanten Personalkostenquote von 42% und einem stabilen Ebitda um die 50 Mio € (ohne Transfers) steht der BVB hervorragend da.

Des Weiteren haben nun auch kleinere Depotwerte ihre Zahlen präsentiert. Während es bei Catalis ähnlich zu sehen ist wie bei Francotyp, was die noch schwachen Halbjahreszahlen, aber die sehr guten Perspektiven bei günstiger Bewertung angeht, haben die Q2 Zahlen bei Agfa stark überzeugt. Die Nettoverschuldung konnte deutlich reduziert werden, und trotz leichtem Umsatzrückgang konnte man allein im 2.Quartal ein EPS von 15 Cents (bei einem Kurs von 2,2 €) erzielen. Das ist zwar nicht hochrechenbar, aber zeigt welch Potenzial in der Aktie steckt.

Wie beim letzten Update angekündigt, habe ich versucht das wikifolio etwas übersichtlicher zu gestalten und daher die Randaktivitäten S&T und Logwin wieder verkauft. Zudem ist jetzt eine erste Shortposition auf den DAX von insgesamt 1,7% des wikifolio aufgebaut worden. Je nachdem wie sich die politische Situation weiter gestaltet und die großen Aktienindizes sich charttechnisch verhalten, wird sich die Shortposition mehr oder weniger stark aufbauen. Eine Shortposition auf den Dax (KO zerti mit Basis 10800) von mehr als 4%  ist aber ohne klar prozyklische Signale nicht geplant, zumal ich nach wie vor keine größere Überbewertung der Aktienmärkte erkennen kann. Wenn selbst DauerWarner Max Otte dem Dax noch einen deutlichen Anstieg zutraut, bin ich ganz guter Hoffnung, eine Jahresendrallye sehen zu können. Der September kann aber wie so oft volatil bleiben. Ich baue vor allem darauf, dass im für Nebenwerte üblicherweise stärkere 4.Quartal mein wikifolio wieder klar den Markt outperformen wird, zumal dann diejenigen Werte, die jetzt nach den Q2 Zahlen für kleinere Enttäuschungen sorgten, durch verbesserte Q3 Zahlen für entsprechend positive Kurseffekte sorgen sollten. 



Sonntag, 17. August 2014

Wochenend-Update KW33


Als ich vor zwei Wochen das letzte Update geschrieben hatte, war der DAX nach der Zuspitzung der Ukrainekrise gerade unter seine wichtige technische Unterstützung bei rund 9400 Punkten gefallen, und diverse Nebenwerte wurden stark überproportional davon betroffen. In den Tagen nach dem Update stürzte der DAX wie erwartet bis auf die Unterstützung bei etwa 8900 Punkten  ab. Mein wikifolio kam dabei nochmals unter Druck, aber einige Nebenwerte konnten sich schon langsam stabilisieren. Der DAX vollführte dann auch die erwartete Gegenbewegung. Kurz bevor er die von mir favorisierte Zone bei 9370-9400 Punkten erreichte, um dort das wikifolio mit einem Ausbau der Shortposition auf den Dax abzusichern, wurden die Märkte am Freitag durch die Nachrichten aus der Ukraine erneut erschüttert.

Das wikifolio konnte sich dem wiederum nicht ganz entziehen, allerdings bemerkt man so langsam wieder eine leicht relative Stärke, da das wikifolio nun um 6% über den Verlaufstief liegt während der Dax um 3% über seinem Verlaufstief liegt. Wie erwähnt war es mir leider noch nicht möglich, das Depot zu einem günstigen Zeitpunkt weiter abzusichern, auch wenn ein niedrig gewichteter Short aufgenommen wurde. In der aktuellen Zone des charttechnischen Niemandslands zwischen 8900 und 9400 Punkten werde ich an meiner grundsätzlichen Ausrichtung nichts ändern. Im Gegenteil, die Aktienquote ist mit 90% weiterhin sehr hoch, vor allem weil abgesehen von den politischen Börsen der letzten Wochen der grundsätzliche Bullenmarkt (vor allem der US Leitbörsen) intakt erscheint. Sollte der S&P500 unter 1900 Punkte fallen, müsste man diese Aussage allerdings überdenken. Zudem bewahrheitet sich die Börsenweisheit „politische Börsen haben kurze Beine“, so dass es nun heute wieder deutlich an deutschen Börsen bergauf ging.



Bei den einzelnen Depotwerten habe ich allerdings doch eine leichte Strategieänderung vorgenommen. Ich habe bei einigen Werten (Francotyp, GFT, RIB) nachgekauft, die ich perspektivisch aus sehr unterschiedlichen Gründen für aussichtsreich halte. Dadurch haben sich nun fünf Schwergewichte (BVB, FrancotypPostalia, GFT, IVU, RIB) mit jeweils 9-12% Depotgewichtung  herauskristallisiert, was aber Teilverkäufe von Tradinggewinnen auch bei diesen mittel- bis langfristigen Investitionen nicht ausschließt. Überhaupt wird es häufiger Teilverkäufe bei Depotwerten geben, um Tradinggewinne zu sichern und Cash für weitere Trades vorrätig zu haben. Gleichzeitig gibt es einige kleinere, marktenge Aktien, die ich gerne höher gewichten würde, aber aufgrund des illiquiden Handels nicht mehr möglich ist als eine Gewichtung von 3-6%. Dazu zählt vor allem weiterhin die Ecotel AG, die ich aus bekannten Gründen für stark unterbewertet halte. 



Einige Randaktivitäten habe ich abgebaut oder ganz verkauft. Die Übersicht für den Trader als auch die Investoren wird dadurch zukünftig stärker gegeben sein, wenn ich mich auf 15-20 Investments beschränke plus dem ein oder anderen Kurzfrist-Trade. Zudem wird Cash frei, um sich kurzfristige bietende Trades im volatilen Marktumfeld nutzen zu können. An eine starke Reduzierung der Aktienquote denke ich aber nicht solange der Bullenmarkt intakt bleibt.

Mittlerweile haben mehr als die Hälfte der Unternehmen ihre Finanzdaten veröffentlicht. Abgesehen von Triplan gab es dabei keine Enttäuschungen. Triplan hat eine Umsatzwarnung herausgegeben, dürfte aber die prognostizierte Gewinnmarge noch erreichen können. Ich habe deshalb direkt nach den Zahlen einen kleinen Teil abgebaut, da aber die Aktie nach wie vor sehr günstig erscheint, bleibe ich investiert.
Des Weiteren haben wir bei Softing zwar ebenso auf den ersten Blick schlechte Halbjahreszahlen gesehen, aber diese wurden nach der Übernahme der amerikanischen Odil auch so erwartet. Dennoch kam die Aktie unter Druck. Ich werde dort für den Fall auf 13,0-13,5 € nachgebender Kurse erneut nachkaufen, weil Softing eine klassische Langfristinvestition ist, die aber vorläufig entsprechend hoch bewertet ist, was das kurzfristige Kurspotenzial begrenzt, zumal die Jahresumsatzprognose Fragen aufwirft. Die doch sehr unwahrscheinliche 65 Mio € Umsatzprognose kann man nur als sehr konservativ interpretieren, um diese nach den Q3-Zahlen erhöhen und selbst diese Erhöhung dann nochmals klar überbieten zu können. Ich rechne mit 73-76 Mio € Jahresumsatz.
Diverse andere Unternehmen haben mit ihrem Zahlenwerk überzeugt, allen voran die sehr zuverlässig abliefernde GFT, die ihren Vorsteuergewinn im 1.Halbjahr auf 11,1 Mio € mehr als verdoppeln konnte. Der Ausblick ist zudem ziemlich vorsichtig formuliert, weshalb man sich auch kaum Sorgen um eine Verfehlung der Jahresprognose machen muss.

In den kommenden 1-2 Wochen darf man die Zahlen der restlichen Depotwerte erwarten. Besonderes Augenmerk liegt für mich dabei auf Catalis, Francotyp-Postalia oder Technotrans, von denen ich jeweils positive Vorstandsaussagen zum Ausblick erwarte. Spannender sollte es bei Agfa Gevaert werden, die bei den Q1 Zahlen enttäuscht hatten, aber wo ich diesen Rücksetzer aufgrund der hohen Substanzwerte und denkbarer Cashflows für übertrieben halte und deshalb kürzlich eingestiegen bin. Die Erwartungen dürften daher relativ gering bzw. die Ängste hoch sein, was eine spekulative Position aus psychologischer Sicht zusätzlich erklärt.
Wie schon beim letzten Update beschrieben, gehe ich gerne auf einzelne Werte genauer ein, wenn gewünscht. Nach Beendigung der Berichtsaison werde ich aber ohnehin den einen oder anderen Depotwert genauer vorstellen.

Sonntag, 3. August 2014

Starker Kursrückgang im wikifolio – eine Bestandsaufnahme



Hallo Investoren!

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, ist mein wikifolio deutlich unter Druck geraten. Die Kursverluste im DAX wirkten sich weit überproportional auf Nebenwerte aus, und leider wurde dabei vorläufig kein Unterschied gemacht, ob die Aktien günstig oder teuer bewertet sind. Solche Phasen gab es an den Aktienmärkten schon immer, da Nebenwerte grundsätzlich volatiler sind. Wenn Nebenwerte aus einer Mischung von Gewinnmitnahmen, StopLoss Wellen und Shortattacken dann auch noch Verlustrealisierung provozieren, können ohnehin volatilere Nebenwerte auch 15-20% in wenigen Tagen verlieren, wie wir es bei einigen meiner Nebenwerte am Donnerstag und Freitag gesehen haben. Ab Freitagmittag gingen aber einige dieser Werte bereits wieder aufwärts. Die StopLoss waren abgearbeitet und die Schnäppchenjäger übernahmen wieder das Kommando. Über Wochen und Monate hinweg werden gut geführte Unternehmen, deren Aktien klar unterbewertet sind, den Markt (sprich den Dax) outperformen. Daran ändert die aktuelle Volatilität nichts. Das bietet sogar gute Trademöglichkeiten.

Investoren fragen sich jetzt natürlich wie es weitergeht und wie sichere ich mein Depot ab. Ich baue natürlich weiter auf meine analytischen Fähigkeiten zur fundamentalen Situation der Unternehmen innerhalb der Volkswirtschaft und des Finanzmarktes. Einzelne Werte, die weder konjunkturabhängig sind noch von der Russlandkrise oder dem Zinsniveau abhängig sind, werde ich eher nachkaufen, sei es als Kurzfristtrade oder als Langfristanlage. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. In einer denkbaren Gegenbewegung im DAX hinein werde ich dennoch mein wikifolio zunächst in kleinem Rahmen mit Short-Derivaten auf den Gesamtmarkt absichern. Die angesprochene Outperformence meiner ausgewählten Unternehmensanteile sollte dann auch die Outperformence des wikifolios sicherstellen, selbst wenn der Dax bis auf das Märztief bei 8913 Punkten oder sogar bis 8200-8400 Punkten korrigiert. Noch ist das aber längst nicht ausgemachte Sache. Der Dow Jones und der S&P 500 befinden sich weiterhin deutlich im Bullenmarkt und über ihren 200Tage Durchschnittslinien. Eine normale Korrektur hatten wir in den letzten 2-3 Jahren schon öfter. Also ist die aktuell „deutsche Panik“ etwas kurzfristig übertrieben. Ich erwarte dennoch sowohl im DOW als auch DAX noch 1-2% Abwärtsbewegung in den nächsten Tagen bevor eine deutliche Gegenbewegung ansteht. Ausgewählte Nebenwerte, die diese Abwärtsbewegung aus angesprochenen Gründen längst vorweggenommen haben, sollten sich bereits am Montag/Dienstag erholen. Hauptgrund für meinen Optimismus bleibt die Tatsache, dass man bei allen Diskussionen über leicht steigende Zinsen am Jahresende eines nicht vergessen sollte. Aktien sind immer noch die attraktivste Anlagemöglichkeit auf absehbare Zeit, und wenn dann Einzelwerte auch noch weit unter dem Marktdurchschnitt bewertet werden und für 2015 sehr gute Wachstumsperspektiven bieten, werde ich nicht ausgerechnet jetzt nach diesem Ausverkauf vom Freitag solche Schnäppchen auf den Markt schmeißen, zumal in den kommenden Wochen diverse Halbjahreszahlen anstehen, die die guten Perspektiven dieser Unternehmen bzw. Aktienwerte bestätigen dürften.
Ich habe zu einigen meiner Einzelwerte unter folgendem Link Kurzanalysen verfasst, die meine Meinung begründen. Wer zu Einzelwerten eine genauere Analyse benötigt, darf mich gerne hier in der Kommentarfunktion oder über meine Mailadresse um eine umfassender Analyse bitten. Ich versuche dann zeitnah darauf einzugehen, möglichst für alle Investoren gleichermaßen hier im Blog.


Vorerst stelle ich euch die unten als Bilddatei hochgeladene Statistiktabelle zur Verfügung, die die Unterbewertung der Depotwerte zunächst anhand reiner Kennzahlen erklärt. KBV unter 1, KGVexCash unter 10, EV/Ebitda unter 4 und Dividendenrenditen über 4% habe ich dabei rot hervorgehoben.Wenn es Fragen zu einzelnen Daten gibt, steht euch ebenfalls die Kommentarfunktion zur Verfügung.


Man stellt sich natürlich schon die Frage, wieso weitestgehend von der Konjunktur und den Finanzen unabhängige Unternehmen wie Francotyp Postalia oder der BVB derzeit überproportional verlieren, obwohl viel für eine gute Nachrichtenlage bei diesen Unternehmen in den nächsten Quartalen und Jahren spricht und zudem beispielsweise eine FrancotypPostalia-Aktie nur mit KGV15 von 8 bewertet wird. Oder wieso IVU Traffic mit einem KGV von 10 bewertet wird, zumal mehr als ein Drittel des Börsenwertes noch mit Cash unterlegt ist. IVU dürfte für das Jahr 2014 laut Vorstandsaussagen auf der Hauptversammlung (wo ich anwesend war) mit einer sehr stattlichen Dividende aufwarten. Ich rechne sogar mit 20 cents pro Aktie, was einer Dividendenrendite von 8,2% entspricht.
In der kommenden Woche werden einige Depotwerte ihre Halbjahreszahlen vorlegen, inklusive GFT Technologie. Auch ein Beispiel für eine Aktie, die ohne Grund jetzt fast 20% vom Jahreshoch korrigiert hat, wie die Halbjahreszahlen sicher bestätigen werden. Selbst die Aktie von Ecotel hat es am Freitag durch eine StopLoss Welle heftig zerrissen, obwohl wohl mit einem EV/Ebitda von 2,4 für das kommende Jahr eine der günstigen Aktien überhaupt, zumal weitestgehend unabhängig von der Konjunktur. Im Branchenvergleich ist Ecotel damit unfassbar günstig bewertet, wenn auch ein relativ kleiner Player, der sich aber seine lukrative Nische gesucht hat und durch eine gute Auftragslage abgsichert erscheint.

Fazit: Ich werde nicht so naiv sein zu glauben, dass mein wikifolio kurzfristig nur steigen kann, weil meine Aktien unterbewertet sind, aber neben meiner grundsätzlich längerfristigen Ausrichtung, die auf Warren Buffets Prinzipien aufbaut, sehe ich durchaus nach solchen Ausverkäufen gute kurzfristige Tradingmöglichkeiten auf der Long-Seite und Nachkaufmöglichkeiten bei einzelnen Werten, die von von Panik getriebenen Anlegern sehr günstig auf den Markt geworfen wurden. Dennoch muss auch ich mein wikifolio möglicherweise in den nächsten Wochen etwas umstellen, um das Chance/Risiko-Verhältnis zu verbessern. Das wird aber auch vor allem von den Halbjahreszahlen der einzelnen Werte abhängen wo ich asufstocke oder wo ich verkaufe. 4 meiner Depotwerte haben bereits Halbjahreszahlen veröffentlicht. Fabasoft lag dabei im Rahmen der Erwartungen für ein 1.Quartal (minimal fallender Gewinn, deutlich steigender Cashflow), während Muehlhan sehr überzeugte und bald vor einer Prognoseanhebung stehen dürfte. Bei RIB besticht vor allem die hervoragende Auftragslage aufgrund der einzigartigen Produktpalette, was die kommenden Quartale für sehr gute Nachrichtenlage sorgen wird, zumal RIB mit hoher Wahrscheinlichkeit im September in den TecDax aufrücken wird. Deshalb habe ich RIB Aktien auch bereits gestern zu 10,0 € nachgekauft und werde das auch bald bei Muehlhan wieder tun. Auch Steico brachte bereits sehr überzeugende Zahlen, die positiv vom Finanzmarkt aufgenommen wurden. Leider kam die Aktie am Freitag dann auch durch eine StopLoss Welle (wohl aus charttechnischen Gründen) unter Druck. All diese Werte haben einen Dax-Sturz jedoch längst vorweggenommen, ohne das jemand weiß, ob er tatsächlich kommt. Die übergeordneten Risiken sind nicht wegzudiskutieren, aber die Chance auf eine Jahresendrallye sind aus meiner Sicht mindestens genauso hoch, auch und erst recht in deutschen Aktien von diesem aktuellen Korrekturniveau aus. Pfennigfuchser warten im Dax sicherlich den erfolgreichen Test des Märztiefs ab. Da es bis dortin aber nur noch 2% sind, sollten die meisten Nebenwerte ihre Tiefs schon am Freitagvormittag gesehen haben.

Ich werde auf alle Fälle Sorge tragen, hier ein gut diversifiziertes und zu einem Großteil abgesichertes wikifolio auf die Beine zu stellen.  Mit Korrekturen wie der Aktuellen muss jeder Trader und Investor zurechtkommen. Wichtig ist mir, über längere Zeiträume klar den Markt (wie bisher) outzuperformen und den maximalen Verlust zwischendurch für einzelne Investoren in Grenzen zu halten. Jeder muss sich aber im klaren sein, dass mein Anlagestil kein "fast food" ist, sondern auf Nachhaltigkeit und Fundamentalanalyse basiert. Das hat sich mittelfristig bei mir über die letzten zwei Jahrzehnte eigentlich immer ausgezahlt.

Ab jetzt werde ich zudem an jedem zweiten Samstag ein Analyse-Update des wikifolios hier auf dem Blog veröffentlichen.

Liebe Grüße,

katjuscha