Sonntag, 12. Oktober 2014

Wochenend-Update KW41

Hallo Investoren!

Ich werde am Dienstag ein umfassendes Update vornehmen, da ich für morgen mit einer Entscheidung darüber rechne, ob auch die US Märkte prozyklische Verkaufssignale generieren oder ab Dienstag wieder nach oben drehen und doch noch eine mögliche Jahresendrallye eingeleitet wird. Sollte das nicht passieren, werde ich mein wikifolio einer teilweise veränderten Strategie hin zu mehr Trading unterziehen, jedoch an meinen langfristig ausgerichteten Schwergewichten festhalten, die ich nach wie vor für zu stark unterbewertet halte, erst recht nach teilweise völlig überzogenen Kursverlusten in der letzten Woche. Allerdings geht es am Finanzmarkt nicht darum, Recht zu behalten, sondern Performence zu erzielen. Verkaufssignalen kann sich niemand verschließen und ignorieren. Noch ist jedoch nicht vollends klar wohin die Märkte in den nächsten Wochen und Monaten tendieren, auch wenn aktuell Jeder zu denken scheint es können nur abwärts gehen. In den nächsten zwei Tagen wird sich also entscheiden, in wiefern sich meine Strategie anpassen muss.
Im zweiten wikifolio bin ich noch überwiegend in Cash und werde bereits morgen anfangen, diese Cashposition stärker für Trades zu nutzen. Auch dazu mehr dann am Dienstag.

Ein erstes Sorry für die Kursverluste der letzten Woche sind dennoch sicherlich schon angebracht. Ich kann nur sagen, dass dieser Ausverkauf bei Nebenwerten schon 1-2 Tage bevor der Dax die Unterstützung bei 8900 nach unten durchbrach, mich auf dem falschen Fuss erwischte. Da gibt es nichts zu verharmlosen oder abzustreiten. Meine Depotabsicherung war schlichtweg mangelhaft. Es bringt jetzt allerdings aus meiner Sicht nichts in Panik zu verfallen. Kurzfristige Phasen der Underperformence sind das normalste der Welt und wer behauptet, diese nicht selbst durchzumachen, lügt sich in die eigene Tasche. Mein wikifolio ist seit Emmision 8% im Plus, während der Dax im selben Zeitraum 9% verloren hat. Mit einer Anpassung meiner Strategie bei Festhalten an meinen Stärken sollte sich diese mitelfristige Outperformence weiterhin verstetigen.

Ich ergänze jetzt mal an der Stelle.

Eigentlich hat der S&P aus meiner Sicht nun klare Short-Signale geliefert. Das sah allerdings Anfang Februar (das einzige Mal in den letzten drei Jahren während des Bullenmarktes) schon mal ähnlich aus, mit dem tieferen Tief. Der Index hat sich dann zum Wochenschluß noch über das alte Verlaufstief mit einem Hammer gerettet.

Das wäre für mich das einzige Szenario, das die Märkte noch für die nächsten Wochen retten würde. Wenn der S&P am Freitag über 1905 schließt, könnte das aktuell eine große Bärenfalle sein. Wenn er die Marke nicht zurückerobert, gehts wohl weiter runter.

Für mich bedeutet das, das Depot für die nächsten drei Tage möglichst neutral aufzustellen und darauf zu warten was sich bis Freitag ergibt. Gibt es keine Erholung, die die Shortsignale in S&P und Dax revidiert, werde ich das Depot stärker zum Traden ausrichten müssen und die Shortposition weiter erhöhen. Übergeordnet halte ich das Zinsumfeld weiterhin für aktienfreundlich und die rezessiven Tendenzen für regional begrenzt, was gut aufgestellte Unternehmen weiterhin Wachstumsmöglichkeiten im kommenden Jahr bereithält. Negative News meiner Depotwerte gibt es bisher weiterhin nicht.
Die letzten zwei Tage gaben mal wieder Anlass für allerlei Kuriositäten. Während beispielsweise RIB Software den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte meldete, aber trotzdem nicht nachhaltig davon im Kurs profitierte, kam vom Automobilzulieferer Leoni eine Gewinnwarnung, die heute zu einem starken Kursanstieg führte. Typisches 'buy on bad news'. War ja auch mehr als eingepreist.

Im Dax erwarte ich erstmal eine kleinere Gegenbewegung. Auch hier sollte sich erst mit dem Wochenschluss entscheiden, ob daraus mehr werden kann oder sich die Shortsignale bestätigen.




katjuscha